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Sexualtherapie für Singles oder in der Partnerschaft: eine Beratung oder Therapie hilft bei allen Problemen rund um Sexualität und Partnerschaft.

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Was ist HOCD? (Homosexuelle Zwangsgedanken- Homosexual Obsessive Compulsive Disorder)

HOCD Homosexual Obsessive Compulsive Disorder

HOCD Homosexual
Obsessive Compulsive Disorder

HOCD- Was bedeutet das?

Dr. Michael Petery über HOCD-Homosexuelle Zwangsgedanken und die Therapiemöglichkeiten

In den USA ist HOCD längst als psychische Erkrankung bekannt, während sich die Sexualtherapie in Deutschland bislang nur wenig mit dem Thema beschäftigt hat. Beispielsweise hat das Center for Treatment of Anxiety and Mood Disorders in Florida zu dem Thema eine Reihe interessanter Informationen auf der eigenen Website zusammengestellt.

HOCD Homosexual Obsessive Compulsive Disorder ist eine spezielle Form der Zwangsstörung. Es gelten die gleichen Diagnosekriterien wie für Zwangsstörungen allgemein (nach ICD-10):

  • Die Zwangsgedanken werden als eigene Gedanken erlebt.
  • Der/die Betroffene leistet gegen die Gedanken inneren Widerstand.
  • Der Zwangsgedanke wird als unangenehm empfunden und nicht als lustvoll.
  • Die Zwangssymptome wiederholen sich immer wieder und beschäftigen den/die Betroffene mindestens 2 Wochen lang an den meisten Tagen.

Das Besondere an HOCD Homosexual Obsessive Compulsive Disorder ist, dass der Inhalt der Zwangsgedanken sich auf die Frage konzentriert: Bin ich homosexuell oder nicht? Dazu kommen möglicherweise weitere zwanghafte Verhaltensweisen, z.B. Selbsttests mit Betrachten von Gay- bzw. lesbischer Pornografie, um zu prüfen, ob Menschen eigenen Geschlechts eine/n vielleicht sexuell erregen.

Im deutschen Sprachraum gibt es dazu bislang nur sehr wenig Veröffentlichungen- und kaum Therapeuten, die sich mit dem Störungsbild „Homosexuelle Zwangsgedanken“ geschäftigen. Eine Ursache dafür liegt sicherlich daran, dass sexualtherapeutische Fragestellungen in den meisten psychotherapeutischen Ausbildungen entweder gar nicht oder nur sehr am Rande vorkommen.

Der Unterschied zwischen Homosexualität
und homosexuellen Zwangsgedanken

Homosexuelle Zwangsgedanken sind etwas völlig anderes als Homosexualität. Homosexualität ist eine als lustvoll erlebte Form menschlicher Sexualität zwischen Menschen gleichen Geschlechts- homosexuelle Zwangsgedanken sind die psychische Störung eines einzelnen betroffenen Menschen, der an diesen Gedanken leidet.

Typisch für homosexuelle Zwangsgedanken sind folgende Symptome (die nicht notwendigerweise alle gleichzeitig vorliegen müssen):

  • Oft kennen Betroffene auch andere Formen der Zwangsstörung, z.B. die Sorge, an einer schweren Krankheit zu leiden, oder Angst davor zu haben, sich selbst oder anderen Menschen ohne es zu wollen etwas anzutun.
  • Unwillentliches, aber sehr intensives Nachdenken über die eigene sexuelle Identität
  • Ständiger Wunsch, sich selbst zu versichern, man sei sexuell „normal“
  • Angst davor, Menschen gleichen Geschlechts zu nahe zu kommen, aus dem Gefühl heraus, das könnte eigene Homosexualität fördern
  • Angst davor, andere könnten einen aufgrund bestimmter Anzeichen für schwul/lesbisch halten
  • Homosexuelle Fantasien beängstigen die Betroffenen und bereiten keine Lust
  • Die erotische Anziehung fehlt in Bezug auf das eigene Geschlecht
  • Selbstkorrektur von Verhaltensweisen, die aus eigener Sicht homosexuell wirken könnten: Z.B. steht ein Mann vom Stuhl auf uns setzt sich nochmal, aus Angst, das erste Hinsetzen hätte irgendwie feminin wirken können
  • Angst, die Begegnung mit einem homosexuellen Menschen könnte eigene Homosexualität wachrütteln


Typisch für tatsächliche Homosexualität sind folgende Anzeichen:

  • Homosexuelle Fantasien machen den Menschen, die sie haben, Spaß und werden als lustvoll erlebt (auch dann, wenn die eigene Homosexualität anderen gegenüber versteckt wird oder sich Betroffene wegen ihrer Homosexualität schämen)
  • Homosexuelle Menschen bevorzugen gleichgeschlechtliche Sexualpartner (eigentlich eine Binsenweisheit- aber das ist definitiv das Kriterium!)

HOCD-
Mögliche Ursachen

Homosexuelle Zwangsgedanken können die gleichen Ursachen haben wie andere Zwangsstörungen auch. Voraussetzung, an HOCD zu erkranken, ist eine gewisse Vulnerabilität (Anfälligkeit), die genetisch begründet sein kann oder auch durch eine andere psychische Erkrankung (z.B. Depression) ausgelöst wird.

Auffallend oft habe ich in meiner Praxis Patienten und Patientinnen erlebt, die kurz vor Ausbruch der homosexuellen Zwangsgedanken Drogen (insbesondere Cannabis) oder Alkohol (in gesundheitsgefährdender Weise) konsumiert haben.

Homosexuelle Zwangsgedanken scheinen häufig ein Ausdruck für andere psychische Probleme zu sein, die dahinter liegen und häufig dem bzw. der Betroffenen bewusst gar nicht klar sind.

Das kann etwa eine depressive Erkrankung sein, weger der sich der bzw. die Betroffene schlecht fühlt, die aber als solche nicht recht benennbar ist. Da ist es in gewisser Hinsicht leichter zu denken: „Ich fühle mich schlecht, weil ich unsicher bin, ob ich nicht homosexuell oder lesbisch sei könnte.“ Die fortwährende Beschäftigung mit dieser Frage verschlimmert zwar in der Regel das eigene Unwohlsein- aber immerhin gibt es jetzt einen scheinbaren Grund dafür: Es ist die Ungewissheit, möglicherweise homosexuell/lesbisch zu sein, die einen sich selber schlecht fühlen lässt.

Andere mögliche Gründe sind berufliche oder private Fehlschläge (z.B. das Verlassenwerden durch die eigene Freund/Freundin). Im letztgenannten Beispiel kann es für Betroffene zunächst eine (scheinbare) Erleichterung sein, sich in die Frage möglicher eigener Homosexualität hineinzuversenken, statt über die beendete Beziehung zu trauern und mögliche Ursachen zu ergründen.

HOCD- Traumatische Erfahrungen
als alternative Ursache

Ebenfalls häufig sind mir in meiner Praxis Menschen begegnet, die in ihrer Kindheit homosexuellen Übergriffen ausgesetzt waren. Dabei waren die „Täter“ in der Regel ältere Jugendliche, die vermutlich selbst Opfer sexueller Misshandlung gewesen sind und diese Übergriffe selbst an Jüngere weitergeben. Mögliche Übergriffe können sein: Zwang zum gemeinsamen Ansehen von Pornografie, Zwang zur Entblößung, Zwang zu sexuellen Handlungen.

Wenn solche Übergriffe in einer Zeit stattfinden, in der ein Kind noch keine Möglichkeit hat, Sexualität als solche zu begreifen und zu verstehen, kann es dazu kommen, dass sich im Gehirn keine klare Erinnerung an solche Vorfälle abspeichert (sogenanntes „cold memory“), sondern sich vielmehr ein ganzer Cocktail an Erinnerungsfetzen einprägt, die sich später gegenseitig triggern können (sogenanntes „hot memory“).

So kann es beispielweise eine „Erinnerungswolke“ geben, in der sich die folgenden Vorstellungen miteinander verbinden:

  • Ich tue etwas Verbotenes.
  • Ich tue etwas Aufregendes.
  • Das tut mir weh.
  • Das bereitet mir irgendwie Lust.
  • Ich habe es nicht gewollt.
  • Aber der andere hat gesagt: Du hast es doch auch gewollt.
  • Ich darf darüber nicht sprechen.
  • Irgendwie war der/die andere doch mein Freund/meine Freundin.
  • So richtig ist da gar nichts gewesen.

Später im Leben kann dann irgendein erinnertes Detail ein solches Erlebnis wieder wachrufen („triggern“) und die ganze emotionale Unsicherheit, die damals erlebt wurde, wieder in die Gegenwart ziehen, insbesondere die Frage:

Hab ich damals nicht doch das homosexuelle Erlebnis als angenehm empfunden? Habe ich es nicht schon damals irgendwie auch selber gewollt und genossen?

HOCD Homosexual Obsessive Compulsive
Disorder: Therapeutische Möglichkeiten

Für die Therapie von HOCD Homosexual Obsessive Compulsive Disorder scheint mir eine gründliche Diagnostik die entscheidende Voraussetzung, insbesondere die Abklärung, ob es sich tatsächlich um eine Form der Zwangsstörung handelt oder um eine Traumafolgestörung.

Ferner muss ausgeschlossen sein, dass nicht doch eine Form der Homosexualität vorliegt, die sich der Betroffene aus gesellschaftlichen Gründen (z.B. durch ein rigides ethisches Regelwerk) nicht eingestehen möchte.

Nach der Diagnosestellung bieten sich folgende Therapieverfahren an:

Verhaltenstherapeutische Sofortmaßnahmen

Unser Hirn schafft bevorzugte neuronale Verbindungen für Gedanken, die besonders häufig gedacht werden. D.h.: Wenn ich häufig über mögliche eigene Homosexualität nachdenke, schlägt mir mein Hirn laufend vor, über dieses Thema wieder und wieder nachzudenken- ähnlich wie der Computer mit seiner Liste zuletzt aufgerufener Dateien.

Solche gedanklichen Fixierungen werden erlernt- und können folglich auch wieder verlernt werden. Dabei hift es allerdings nicht, zu denken: Ich will jetzt keine homosexuellen Zwangsgedanken denken! Denn mit genau diesem Gedanken bin ich schon wieder mitten drin in der gedanklichen Verstrickung. Unser Gehirn kennt keine negativen Vorstellungen (etwas NICHT zu denken). Wenn ich Sie auffordere: „Stellen Sie sich KEINEN rosa Elefanten vor!“, dann können Sie nicht anders, als an einen rosa Elefanten zu denken.

Deshalb geht es bei verhaltenstherapeutischen Verfahren bei HOCD Homosexual Obsessive Compulsive Disorder darum, Techniken zu erlernen, das eigene Denken mit anderen Gedanken zu erfüllen, die weniger schädlich bzw. sogar förderlich für das Selbstbefinden sind.

Ursachenforschung

Homosexuelle Zwangsgedanken entstehen nicht einfach so, sondern haben eine psychische Ursache. Diese Ursache ist den meisten Betroffenen zu Therapiebeginn selber nicht recht klar. Oft dienen Zwangsgedanken dazu, Betroffene davon abzuhalten, andere, noch unangenehmere Themen anzugehen und aufzuarbeiten.

Eine genaue Analyse der Auslösefaktoren kann helfen, das Entstehen von HOCD Homosexual Obsessive Compulsive Disorder zu verstehen. Und dieses Wissen kann für Betroffene ein erster Schritt sein, sich um die Bearbeitung der auslösenden Umstände zu kümmern. Im Rahmen einer solchen Aufarbeitung entfällt dann nach und nach die Notwendigkeit, diese Zwangsgedanken denken zu müssen.

Therapeutische Methoden zur Ursachenforschung können biografische Gespräche sein, aber auch tiefenpsychologische und psychoanalytische Verfahren wie z.B. die Analyse von Träumen.

Traumatherapie bei Missbrauchserlebnissen

Bei sexuellen Missbrauchserlebnissen (und das muss keineswegs eine physische Vergewaltigung sein- es reicht jede ungewollte Konfrontation mit Sexualität durch Übergriffigkeit eines anderen Menschen!) kann es, wie schon oben beschrieben, zu einer Traumatisierung kommen.

Hirnphysiologisch ist damit gemeint, dass ein solches Erlebnis als „Gefühlswolke“ (hot memory) in der Amygdala gespeichert ist und jederzeit durch bestimmte Auslöser getriggert werden kann, so dass die Gegenwart komplett von dieser Gefühlswolke geprägt ist.

Therapeutisches Ziel ist es, die andere Form menschlicher Erinnerungsfähigkeit (das sogenannte cold memory im Hippocampus) anzuregen und daran zu arbeiten, das traumatische Erlebnis in die Zeitlinie der eigenen Biografie einzubinden. Je mehr diese bewusste Form der Erinnerung gestärkt wird, desto geringer wird die Gefahr, dass aktuelle Trigger die Gefühlswolke des traumatischen Erlebnisses wieder hervorholen.

******
© M.Petery.

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. hum. biol. Michael Petery

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Gleichberechtigte Sexualität

Gleichberechtigte Sexualität

Gleichberechtigte Sexualität zwischen Mann und Frau- kann das gehen?

gleichberechtigte Sexualität

 

Gleichberechtigte Sexualität-
Mann und Frau sind unterschiedlich

Gleichberechtigte Sexualität- wie kann das möglich sein, wenn alle Ergebnisse der Sexualwissenschaft darauf hinweisen, dass Mann und Frau grundsätzlich ein unterschiedliches Sexualempfinden haben und die sexuellen Bedürfnisse beider Geschlechter sich deutlich unterscheiden?

Schon die Forschungen von Masters und Johnson aus den 60er Jahren haben gezeigt: Auch wenn Mann und Frau beim Sex die gleichen vier Phasen der Erregung durchlaufen, sind die Zeiten geschlechtsspezifisch sehr unterschiedlich.

Erregungsphase

Frau: Puls und Blutdruck steigen. Anschwellen von Klitoris, Schamlippen und Brustwarzen an. Die Geschlechtsteile werden feucht.
Mann: Puls und Blutdruck steigen. Penis wird steif.
Dauer (bei beiden Geschlechtern):wenige Minuten bis zu einer Stunde. Große individuelle Unterschiede, große Unterschiede je nach Situation und Tagesform.

Plateauphase

Frau: Puls und Blutdruck steigen weiter. Weitung der äußeren Schamlippen, eine Schwellung der äußeren Vagina. Weitere Absonderung von Scheidenflüssigkeit.
Mann: Puls und Blutdruck steigen weiter. Möglicherweise Ausschüttung von Präejakulat.
Dauer (bei beiden Geschlechtern): einige Minuten. Große individuelle Unterschiede beim Erregungsniveau, große Unterschiede je nach Situation und Tagesform.

Orgasmusphase

Frau: Nochmalige Steigerung von Puls, Blutdruck und Atemtempo. Möglicherweise kurzer Bewusstseinsverlust. Muskelkontraktionen im unteren Scheidendrittel der Vagina, der Gebärmutter und der Analregion. Beim durchschnittlichen Orgasmus etwa 5 mal, beim intensiven Orgasmus 10-15 mal.
Mann: Nochmalige Steigerung von Puls, Blutdruck und Atemtempo. Möglicherweise kurzer Bewusstseinsverlust. Ejakulation des Sperma, verbunden mit Orgasmus. (In Einzelfällen ist auch ein Orgasmus ohne Ejakulation möglich.)
Dauer einige Sekunden.
Wichtigster Unterschied bei Frau und Mann: Frauen können (individuell und je nach Situation/Tagesfom unterschiedlich) nach einem Orgasmus wieder in die Plateauphase zurückkehren und dadurch mehrere Orgasmen hintereinander erleben. Männer kommen nach einem Orgasmus immer sofort in die Rückbildungsphase

Rückbildungsphase (Refraktärphase)

Rückkehr zu normalem Puls und Blutdruck. Müdigkeitsgefühle.
Frau: Rückgang der Schwellung von Schamlippen, Klitoris und Brustwarzen.
Mann: : Phase der sexuellen Reizunempfindlichkeit. Individuell sehr unterschiedlich. Meist länger mit zunehmendem Lebensalter. Ebenfalls länger, wenn vorangegangene Phasen länger angedauert haben.
Dauer (bei beiden Geschlechtern): individuell sehr unterschiedlich, auch abhängig vom Lebensalter. Von wenigen Minuten bis Stunden.

Die wichtigsten Unterschiede beim sexuellen Erleben

Frauen brauchen nach den Untersuchungen von Masters und Johnson in der Regel eine längere Zeit als Männer, um in die Orgasmusphase zu gelangen.

Haupterregungsquelle ist ihren Studien zufolge für Frauen körperliche Berührung, während Männer vor allem durch visuelle Eindrücke erregt werden. (Wobei es natürlich auch Männer und Frauen geben kann, bei denen der Fall genau umgekehrt liegt.)

Der Orgasmus der Frau kann länger als beim Mann dauern und auch mehrfach hintereinander auftreten. Der männliche Orgasmus dauert kürzer und ist in der Regel deutlich schneller erreichbar.

Gleichberechtigte Sexualität
und unterschiedliche Bedürfnisse

Typischerweise haben Frauen und Männer unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse:

  • Sexrhythmus: Frauen haben ein stärkeres Interesse während der fruchtbaren Tage und häufig während der Menstruation eher wenig Interesse, manchmal sogar eine Abneigung gegen Sex. Männer dagegen wünschen sich meist ein gleichbleibenden Sexrhythmus (individuell und je nach Lebensalter meist zwischen 1mal am Tag bis 1mal in der Woche).
  • Sexphasen: Frauen benötigen in der Regel ein längeres Vorspiel mit intensivem Körperkontakt (Berührungen, Kuscheln), um zur Orgasmusphase gelangen zu können. Männer gelangen manchmal so schnell in die Orgasmusphase, dass ihre Partnerinnen nicht mithalten können. Besonders problematisch ist diese Unterschiedlichkeit, wenn Männer nach ihrem Orgasmus in die Refraktärphase geraten und die Lust daran verlieren, ihre Partnerinnen auf dem Weg zu ihrem Orgasmus bis zum Ende zu begleiten.
  • Sexuelle Vorlieben: Jeder Mensch hat individuelle Vorlieben und Abneigungen beim Sex. Das kann z.B. bestimmte Stellungen betreffen, aber auch die Auswahl der Tageszeit oder der Wunsch nach Spontaneität versus dem Wunsch nach Planungssicherheit beim Thema Sex, etwa wenn sich ein Partner darauf verlassen möchte, zu bestimmten Zeiten den anderen tatsächlich für Sex verfügbar zu haben. Männer wünschen sich oft bestimmte visuelle Reize zur sexuellen Stimulation (z.B. aufreizende Kleidung), während Frauen vor allem ein stimmige Gesamtsituation (entspanntes Umfeld, Gefühl der Verwöhnung etc.) benötigen.

Um gleichberechtigte Sexualität zu leben, ist es wichtig, dass beide Partner mit diesen Unterschieden umgehen können.

Gleichberechtigte Sexualität
bei unterschiedlichem Sexrhythmus

Eines der häufigsten Themen, das Paare ansprechen, die zu mir zur Sexualberatung kommen, ist der unterschiedliche Sexrhythmus. Meist ist es der Mann, der deutlich häufiger Sex haben möchte- und es ist die Partnerin, die sich durch die sexuellen Wünsche des Mannes bedrängt fühlt.

Da diese Unterschiede evolutionsbiologisch und genetisch angelegt zu sein scheinen, ist ein therapeutisches Umerziehungsprogramm nicht möglich- etwa in dem Sinne, dass der Mann weniger häufig und die Frau häufiger Lust auf Sex empfinden sollte. Vielmehr sind Umgangsformen zu finden, wie beide mit dem jeweils unterschiedlichen Sexrhythmus des anderen umgehen können.

Mögliche Lösungsansätze sind beispielsweise:

  • Verzicht auf das Ideal vom Normsex, nach dessen Vorgaben jeder Sex als Koitus stattfinden muss und beide Partner einen Orgasmus erleben müssen. Eine deutliche Entspannung beim Thema Sexrhythmus tritt auf, wenn beide Partner es auch als ein gutes sexuelles Miteinander empfinden, wenn kein Koitus stattfindet und nur einer zum Orgasmus kommt- wobei der andere alles an Unterstützung und Hilfe beiträgt, was ihm selber gefällt und was er dem anderen schenken möchte. Also z.B. einfach nur dabei sein, streicheln, Handjob etc.
  • Fähigkeit beider Partner, sich auch individuell sexuell befriedigen zu können. Wenn beide Partner in der Lage sind, auch individuell sexuell für sich zu sorgen, besteht kein Zwang dazu, den anderen mit eigenen sexuellen Wünschen bedrängen zu müssen, wenn der gerade keine Lust auf Sex hat. Dabei ist es wichtig, welche Formen der Sexualität sich die beiden außerhalb ihrer Zweierbeziehung zugestehen. Masturbation und Gebrauch von Pornografie erscheint aus meiner Erfahrung ein geeigneter Weg, um einen unterschiedlichen Sexrhythmus auszugleichen. Das Konzept einer offenen Beziehung mit zusätzlichen Sexpartnern bzw. Sexpartnerinnen führt aus meiner Erfahrung dagegen in der Regel zu großen Vertrauensverlusten und gefährdet den Fortbestand einer Partnerschaft.

Gleichberechtigte Sexualität
trotz unterschiedlicher Dauer der Sexphasen

Wie oben beschrieben, gibt es erhebliche individuelle Unterschiede in der zeitlichen Dauer der Phasen der sexuellen Erregung, die als worst case dazu führen können, dass der Mann schon „fertig“ ist, während die Frau gerade erst dabei ist, die Plateauphase zu erreichen- und dadurch letztlich niemals einen eigenen Orgasmus mit ihrem Mann erlebt.

Mit etwas Planung und Offenheit lässt sich dieses Problem relativ leicht lösen:

  • Ladies first. Nachdem die meisten Männer biologisch schneller zum Orgasmus kommen als ihre Frauen, kann ein Lösungsansatz lauten: Männer, lasst eure Frauen zuerst kommen und kümmert euch erst danach um euren eigenen Orgasmus! Dabei muss der weibliche Orgasmus übrigens nicht notwendigerweise im Koitus passieren: etwa 30% der Frauen sind ohnehin anatomisch gar nicht dazu in der Lage, im Koitus zum Orgasmus zu kommen. Also: Nachfragen lohnt sich. Wie kommt z.B. die Frau zum Orgasmus, wenn sie alleine masturbiert? Lässt sich diese Form der Masturbation in den gemeinsamen Sex mit einbauen?
  • Vorheriger Abbau übergroßer sexueller Spannung. Für Männer, die regelmäßig sehr schnell beim Sex kommen (und danach die Lust verlieren), kann es sinnvoll sein, mit etwas Abstand schon vorher für sich allein zu masturbieren. Danach dauert der Sex mit der Partnerin automatisch länger- und der zweite Orgasmus fühlt sich in der Regel auch noch stärker an als der erste…

Gleichberechtigte Sexualität
bei unterschiedlichen sexuellen Vorlieben

Menschen sind unterschiedlich. Und auch wenn ein Paar noch so viele Gemeinsamkeiten hat- es bleiben bei zwei Individuen immer erhebliche individuelle Unterschiede bestehen, mit denen beide Partner umzugehen haben- ob sie das nun wahrhaben möchten oder nicht.

Auch hier sind Strategien gefragt, um mit der Unterschiedlichkeit sexueller Vorlieben umgehen zu können:

  • Miteinander reden. Viele Menschen, die zu mir in die Beratung kommen, wissen gar nichts davon, dass ihre Partner unterschiedliche sexuelle Wünsche haben wie sie selbst. Häufig wagen sie es auch selbst nicht, ihre eigenen Wünsche dem Partner gegenüber auszusprechen, häufig aus Angst, bei bestimmten Wünschen nur auf Ablehnung zu stoßen oder sogar beschämt zu werden. Ein offenes und tabufreies Gespräch über die eigenen sexuellen Wünsche ist unverzichtbar, um in einer Paarbeziehung gleichberechtigte Sexualität leben zu können.
  • Sexualtherapie: Da ein offenes Gespräch über die eigenen sexuellen Bedürfnisse und Vorlieben vielen Menschen zunächst einmal schwer fällt, ist der gemeinsame Besuch bei einem Sexualtherapeuten/einer Sexualtherapeutin oft sehr hilfreich, um die Beziehung langfristig erfüllt und zufrieden leben zu können.
  • Extreme sexuelle Wünsche, die der Partner nicht teilen mag/kann: Manchmal gibt es auch sexuelle Wünsche, die einem der beiden Partner sehr wichtig sind, die der andere aber überhaupt nicht teilen kann bzw. mag, z.B. im Bereich BDSM. In einem solchen Fall kann es eine Lösung sein, wenn sich die beiden Partner zugestehen, dass der betreffende Partner diesen Teil seiner Sexualität von Zeit zu Zeit in professionellem Rahmen auslebt (z.B. bei einem Besuch im Domina-Studio).

Fazit: So ist gleichberechtigte Sexualität möglich

Gleichberechtigte Sexualität kann also nicht heißen, dass Mann und Frau im Rahmen einer Partnerschaft unbegrenzen Zugriff auf den Körper des anderen haben- wie das bei Immanuel Kants berühmter Definition der Ehe anklingt: Die Ehe sei eine „Verbindung zweier Personen verschiedenen Geschlechts zum lebenswierigen, wechselseitigen Besitz ihrer Geschlechtseigenschaften“ (MS RL, AA 06: 277.)

Gleichberechtigte Sexualität bedeutet vielmehr, dass beide Partner -im Rahmen ihrer Unterschiedlichkeit- ein erfülltes und befriedigendes Sexualleben führen, bei dem ihre je unterschiedlichen Bedürfnisse jeweils in für sie befriedigender Form erfüllt werden.

Oder einfacher ausgedrückt: Sex in einer Partnerschaft ist dann schön und erfüllt, wenn er beiden Partnen Spass macht und wenn beide sexuell nicht zu kurz kommen. Und falls das nicht klappen will, ist es sinnvoll, im Rahmen einer Sexualtherapie an positiven Veränderungsmöglichkeiten zu arbeiten.

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© M.Petery

Wenn Sie möchten, können Sie sich mit weiteren Fragen gern an mich wenden.

Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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Kondome und Partnerschaft

Kondome und Partnerschaft

Kondome und Partnerschaft

Interview mit Dr. Michael Petery

Kondome und Partnerschaft:
Typische Fälle aus der therapeutischen Praxis

Kondomgeschichten gibt es jede Menge… Ich bekomme natürlich in meiner Praxis für Sexualtherapie vor allem erzählt, was alles schiefgehen kann und nicht klappt. Also immer wieder, dass Sex mit Kondom Männern weniger Spaß macht. Was aber als solches nicht sehr viel aussagt: denn von den Paaren, die beim Sex mit Kondom keine Schwierigkeiten haben, erfahre ich ja nichts.

Daneben gibt es dann auch krassere Geschichten. So etwa von einer Frau, die absichtlich vor dem Sex in das Kondom kleine Löcher einstanzt, weil sie sich eigentlich ein Kind wünscht und es sich nicht traut, das ihrem Partner zu sagen…

Sind Kondome vor für Männer ein Lustkiller?

Reibung und Druck auf den Penis fördern die männliche Erregung. Ein Kondom kann tatsächlich das Reibungsgefühl in der Scheide verringern und dadurch ein Lustkiller sein.

Andererseits gibt es auch den genau gegenteiligen Effekt. Es gibt Männer, die Sex mit einem Kondom, besonders wenn es zum Beispiel mit Noppen besetzt ist, sogar noch aufregender finden als Sex ohne Kondom.

Kondome und Partnerschaft: Verhütung- nur Frauensache?

Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Männer, die meinen, Verhütung sei ausschließlich Sache der Frau. Und die wie selbstverständlich davon ausgehen, dass die Frau die Pille nimmt.

Andere wiederum haben Angst davor, ungewollt Vater zu werden und benutzen gern ein Kondom, um die Kontrolle nicht ganz und gar an die Frau abzugeben. Dieser Wunsch ist vor allem dann verständlich, wenn der Mann seine Partnerin nicht besonders gut kennt oder es sich nur um einen One-Night-Stand handelt.

Zum Funktionieren einer langfristigen Partnerschaft gehört allerdings immer dazu, dass beide Partner gemeinsam das Thema Verhütung absprechen und sich dann auch aufeinander verlassen können.

Benutzen die meisten Männer Kondome wirklich ungern?

Umfrageergebnisse sprechen da eine andere Sprache. Nach der neuesten Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung von 2016 benutzen 59 % der alleinlebenden Frauen zwischen 16 und 44 häufig oder immer Kondome und 71% der alleinlebenden Männer.

Das Kondom ist also im Laufe der letzten Jahre zur wichtigsten Verhütungsmethode außerhalb fester Partnerschaften geworden.
Das ist auch insofern wichtig, als dass Kondome nicht nur ungewollte Schwangerschaften verhindern, sondern auch vor AIDS und anderen sexuellen Erkrankungen schützen.

Welche Rolle spielt die Größe des Kondoms und welchen Einfluss hat sie auf den Sex?

Damit ein Kondom seine Funktion erfüllt, muss es die richtige Größe haben. Entsprechende Maßbänder zum Download finden sich auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Wenn es nur um Luststeigerung geht, kann ein zu kleines Kondom, das während des Koitus aufplatzt, die Erregung des Mannes fördern.

Wählen Paare in der Regel die richtige Größe aus?

Ich fürchte, das Wissen um die richtige Kondomgröße ist allgemein in der Bevölkerung nicht sehr verbreitet. Die meisten kaufen wohl einfach irgendein Kondom- egal ob das nun richtig passt oder nicht.

Häufige Pannen beim Kondomgebrauch

Ein häufiger Fehler ist, beim Überstreifen des Kondoms auch Luft mit einzuschließen. Das erhöht die Gefahr, dass das Kondom platzt. Und dann natürlich, wie schon erwähnt: das Kondom sollte die richtige Größe haben, also weder zu eng sein noch zu weit.

Tipps zum Thema Kondom

Ich denke, es ist vor allem wichtig und gut, den Blick im Bereich der Sexualität etwas zu weiten. Das bedeutet, dass sexuelles Erleben nicht immer unbedingt mit einem Koitus und mit dem Thema Verhütung verbunden sein muss.

Guter Sex setzt nicht voraus, dass es bei jedem sexuellen Akt zum Koitus mit Ejakulation in der Scheide der Frau kommt. (Vgl. den beitrag über Normsex.)

Es gibt zahlreiche andere Varianten von Sex, bei denen das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft ohnehin nicht oder nur in sehr geringem Umfang gegeben ist. Auch durch Selbstbeobachtung der Frau und Vermeidung des Koitus an den Tagen der Empfänglichkeit lässt sich das Risiko einer Schwangerschaft weitgehend ausschließen.

Aus meiner Sicht ist das Kondom-Thema vor allem deswegen so heiß diskutiert, weil eine weitverbreitete gesellschaftliche Norm von Paaren verlangt, möglichst immer und regelmäßig Sex mit Koitus und Ejakulation in der Vagina zu haben. Wer sich von dieser Norm freimacht, kann aus meiner Sicht den deutlich vielseitigeren und interessanteren Sex erleben und ist auch nicht so sehr auf das Kondom als Verhütungsmittel angewiesen.

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Wenn Sie dazu Fragen haben, können Sie sich gern an mich wenden.

Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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