Archiv der Kategorie: Paartherapie und Eheberatung

Übersicht über alle Artikel zum Thema Paartherapie und Eheberatung

Paartherapie und Eheberatung

Wenn eine Partnerschaft scheitert, liegt das in fast allen Fällen nicht daran, dass die Partner schlecht zusammenpassen. Im Gegenteil- grundsätzlich ist fast immer eine gemeinsame und glücklichere Zukunft möglich.

Ein Hauptproblem ist in vielen Ehen und Partnerschaften der Stillstand in der gemeinsamen Kommunikation, denn die beiden Partner alleine kaum noch auflösen können.

Deshalb lohnt es sich, sich im Fall einer Krise kompetente Beratung zu holen. Im Rahmen einer Paartherapie oder Eheberatung ist es möglich, die bestehenden Probleme in Ruhe zu analysieren und neue Lösungsstrategien zu entwickeln. Auf diese Weise erhält nicht nur die Partnerschaft insgesamt neue Impulse: Auch beide Partner je für sich können ihre eigene Lebensqualität erheblich verbessern.

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Bedeutet ein Besuch bei einer Domina Fremdgehen?

Ist der Sex mit einer Domina Fremdgehen?
Ist Sex mit einer Domina Fremdgehen? ©pict rider – stock.adobe.com #124717145


Ist ein Besuch bei einer Domina Fremdgehen?

Was ich schon lange wissen wollte: Ist aus sexualtherapeutischer Sicht ein Besuch bei einer Domina Fremdgehen?

Ich, männlich 42, bin mit meiner Frau schon über 15 Jahre zusammen. Seit fast 12 Jahren sind wir verheiratet und haben 2 Kinder Meine Frau ist für mich meine absolute Traumfrau – menschlich gibt es keine bessere Frau die zu mir passen könnte! Wir haben eine TOP Beziehung und lieben uns sehr.

Leider gibt es einen kritischen Punkt, der mich ziemlich kaputt macht… Ich habe schon im Jugendalter Lust auf dominante Frauen bekommen – leider nie richtig ausgelebt – außer durch Videos im Internet anzuschauen.

Meine Frau weiß darüber alles – aber sie sagt auch eindeutig, dass sie diese Praktiken bei mir nicht machen möchte, da sie sich nicht wohl dabei fühlt. Aber sie will auch nicht, dass ich zu einer Domina gehe…

Ich verstehe meine Frau und versuche jetzt schon viele Jahre alles zu unterdrücken – doch irgendwie wird alles schlimmer „die Sehnsucht“… Aber meine Frau möchte ich ja nicht drängen! und ich habe es bestimmt schon sehr oft bei ihr versucht – doch setze hier ja unsere tolle Beziehung aufs Spiel…

Was raten Sie mir? Ich habe mich im Internet viel eingelesen und die Tipps, mit meiner Frau zu reden, habe ich schon mehr als dreimal versucht. Immer gab es leider Streit und Tränen, was mir sehr weh getan hat – denn ich kann meine Frau nicht mit Tränen sehen… Aber ich zügel mich eine gefühlte Ewigkeit und weiß nicht weiter…

Deshalb kommt immer und immer wieder der Gedanke einmal zu einer Domina zu gehen… (Es zereißt mich innerlich und nervlich, denn: Meine Frau ist mein Heiligtum!)

Marius C. (Name geändert)

Bedeutet ein Besuch bei einer Domina Fremdgehen? Eine gar nicht so seltene Frage…

Hallo Marius,

es gibt viele Männer, die sich diese Frage stellen. Die meisten Männer, die eine Domina aufsuchen, machen das wohl heimlich und berichten ihren Frauen nicht davon.

Auf den ersten Blick spricht einiges dafür, dass der Besuch bei einer Domina nicht das Gleiche ist wie Fremdgehen. Bei den meisten Paarbeziehungen, die am Fremdgehen eines Partners scheitern, ist die tiefste Verletzung weniger der Sex an sich, sondern die Tatsache, dass ein Dritter oder eine Dritte wichtigste Vertrauensperson des Partners wurde.

Der Vertrauensbruch beim Fremdgehen besteht darin, dass jemand, der fremdgeht, einen höheren Grad an Intimität und Gemeinsamkeit mit einer dritten Person lebt als mit dem eigenen Partner bzw. der eigenen Partnerin. Schliesslich weiss der/die Aussenstehende dann in der Regel mehr von den geheimen Sehnsüchten, Leidenschaften und Gefühlen des Menschen, der fremdgeht, als der betrogene Partner, der auf genau diese Offenheit den eigentlichen Anspruch hätte.

Denn das ist ja die Grundlage einer Partnerschaft: sich zu versprechen, dass der jeweils andere Partner für einen selbst die Nr. 1 im Leben ist und bleibt.

Bedeutet ein Besuch bei einer Domina Fremdgehen?

Wenn doch gar keine neue Beziehung entsteht…

Eine Domina ist in gewisser Hinsicht eine Schauspielerin. Auch wenn für die Dauer der bezahlten Sitzung eine intensive (sexuelle) Beziehung vorgespielt wird, kommt es zu keiner tatsächlichen emotionalen Intimität, die in irgendeiner Weise mit einer Lebenspartnerschaft vergleichbar wäre.

Domina-Sex ist eine Dienstleistung: Wenn kein Geld mehr fliesst, ist die Beziehung zu Ende.

Warum die Partnerin sich verletzt fühlen kann.

Das Problem beim Sex mit einer Domina (bzw. bei einem SM-Spiel mit einer Domina, weil sich nur die wenigsten Dominas auf tatsächlichen Sex mit Austausch von Körperflüssigkeiten einlassen) liegt also weniger darin, dass nun eine aussen stehende dritte Person den exklusiven Status der eigentlichen Partnerin gefährdet.

Das Problem kann aber darin liegen, dass die eigentliche Partnerin vorgeführt bekommt, dass sie den geheimen sexuellen Neigungen ihres Partners nicht genügt. Und das kann für sie ausgesprochen schmerzlich sein.

So kann sich daraus auch die Angst entwickeln, der Partner wäre nur noch auf Absprung bei ihr- so lange bis er vielleicht auch im wirklichen Leben eine dominaähnliche Frau findet, mit der er nicht nur stundenweise sondern dauerhaft zusammen bleibt.

Domina-Sex: Lassen sich die Vorbehalte der eigenen Lebenspartnerin ausräumen?

Eine schwierige Frage, die immer nur individuell beantwortet werden kann. Es gibt tatsächlich Frauen, die keine Lust auf SM-Spiele in der Partnerschaft haben und es deshalb ihren Männern erlauben, diesen Teil der Sexualität bei professionellen Dominas auszuleben.

Das fällt umso leichter, je deutlicher die Männer aufzeigen können, warum sie diese Form des Sex neben der Partnerschaft brauchen und warum dieses Interesse an SM kein insgeheimer Wunsch nach einer sexuell „besseren“ Partnerin darstellt, der langfristig in der Aufkündigung der Beziehung enden könnte.


Ist Geheimhaltung ein geeigneter Schutz?

Geheimhaltung beim Sex ist ein Spiel mit dem Feuer. Wenn die Partnerin von sich aus durch irgendeinen Zufall (oder auch duch gute Beobachtungsgabe-und Frauen kennen ihre Männer in der Regel sehr gut, so dass ihnen jede kleine Verhaltensveränderung auffällt) herausfindet, dass ihr Partner geheimen Kontakt mit einer Domina hatte: dann wird sie in der Regel das Schlimmste vermuten und den Mann kurz vor dem Absprung aus der Partnerschaft sehen. Von daher ist die Geheimhaltung aus psychologischer Sicht nicht zu empfehlen- jedenfalls dann nicht, wenn dem Mann etwas an seiner eigentlichen Partnerschaft liegt und er diese nicht gefährden möchte.

Was bleibt also übrig als Lösung? Von der Logik her gibt es nur zwei Möglichkeiten: auf den Besuch bei der Domina zu verzichten oder der eigenen Partnerin verständlich zu machen, warum ich als Mann den Domina-Besuch brauche und warum das keine Gefährdung der Partnerschaft darstellt. Für beide Lösungen kann es sinnvoll sein, sich sexualtherapeutische Hilfe zu holen.

Wobei kann ein Sexualtherapeut helfen?

Die meisten Männer, die sich nach SM-Sex sehnen, kennen den Grund dafür nicht. Und deswegen können sie ihren Partnerinnen auch nicht klarmachen, warum sie diese Form sexueller Stimulation -jedenfalls von Zeit zu Zeit- benötigen. Eine Sexualtherapie könnte in zweifacher Hinsicht helfen:

1. als paartherapeutisches Setting: dabei können sich beide Partner unter fachkundiger Supervision über ihre sexuellen Wünsche austauschen- und der Mann mit dem Wunsch nach SM im Dominastudio kann klar formulieren, warum dieser Wunsch für die Partnerschaft keine Gefahr darstellt.

2. Als Einzelsitzung: der Wunsch nach SM hat häufig etwas mit sexuellen Traumatisierumgen, meist in der Kindheit, zu tun. Sexuelle Übergriffe von Erwachsenen (und das müssen nicht unbedinht explizite Handgreiflichkeiten sein- es reicht bereits eine Sexualisierung der Beziehung des Erwachsenen zum Kind, aus der der Erwachsene sexuellen Lustgewinn zieht) bedeuten eine extreme Ohnmachtserfahrubg des Kindes bei gleichzeitiger nie erwünschter sexueller Stimulation.

In einer gespielten SM-Situation hat nun der Erwachsene die Möglichkeit, sich sozusagen freiwillig selber wieder in eine solche scheinbare Situation sexueller Ohnmacht zu bringen. Diese Situation ist dann ähnlich erregend oder sogar erregender als das traumatische Ausgangserlebnis und kann als eine Art Sieg über die Angst oder das Beklemmungsgefühl erlebt werden, welche mit dem Ursprungserlebnis verbunden waren. Kurz gesagt: der Besuch im Domina-Studio kann eine mehr oder weniger glücklich gewählte Bewältigungsstrategie für sexuelle Traumata darstellen.

Die therapeutische Aufarbeitung solcher Zusammenhänge kann dazu führen, dass fer Wunsch nach der Domina nachlässt. Sie kann aber auch zum Ergebnis führen, dass der Domina-Sex ohne Schuldgefühle in das eigene Leben integriert werden kann und der Betroffene auch seiner Partnerin erklären kann, warum er aufgrund seiner sexuellen Biographie diese zweite Form des Sex hin und wieder braucht und warum das mit seiner Liebe zur Partnerin schlichtweg überhaupt nichts zu tun hat.

*** *** ***

© M.Petery

Wenn Sie möchten, können Sie sich mit weiteren Fragen gern an mich wenden.

Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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Zuletzt aktualisiert am 28.01.2019.

Partnerschaft und Asperger-Syndrom

Partnerschaft und Asperger-Syndrom
Partnerschaft und Asperger-Syndrom

Partnerschaft und Asperger-Syndrom-
Erfahrungen aus der Paartherapie

Asperger-Syndrom: Kommunikationsprobleme in der Partnerschaft

„Na, wie gefällt Dir mein neuer Schnitt? Ich bin gerade beim Friseur gewesen…“
„Gar nicht. Deine langen Haare waren viel schöner.“

*************************

„Heute hab ich es endlich mal geschafft, die ganze Wohnung wieder auf Vordermann zu bringen.“
„Und ich weiß jetzt nicht mehr, wo du die Sachen hingeräumt hast, die ich mir auf dem Esstisch hergerichtet habe.“

*************************

„Das ist doch toll: Jetzt habe ich schon heute mittag den ganzen Wochenendeinkauf geschafft.“
„Beim Bäcker bist du noch nicht gewesen.“

Partnerschaft und Asperger-Syndrom
Typische Missverständnisse im Alltag

Immer wieder erzählen Paare bei mir in der Praxis von solchen Szenen, in denen es der (in der Regel männliche) Partner mit einem einzigen Satz schafft, die gesamte Stimmung zu verderben. Betroffene Frauen verstehen es nicht, warum ihr Mann sie immer wieder so sehr brüskiert oder zur Weißglut bringt.

Bei einer Paartherapie stellt sich dann in solchen Fällen oft heraus: Der Mann ist gar nicht das narzisstische, selbstbezogene und egoistische Monster, als dass er in solchen Situationen seiner Frau gegenüber erscheint- er hat nur schlicht und ergreifend das Asperger-Syndrom.

Immer nur die ungeschminkte Wahrheit

Frauen, die mit einem Partner mit Asperger-Syndrom zusammenleben, werden solche Dialoge kennen. Ein häufiges Problem vieler Menschen mit Asperger-Syndrom ist es, gar nicht anders zu können als immer sofort das auszusprechen, was sie tatsächlich denken.

Das Beispiel mit dem Friseurbesuch zeigt das sehr deutlich: Ohne daran zu denken, dass die Frau offenbar aus freiem Willen und mit Freude zum Friseur gegangen ist, um sich hübsch und gutaussehend zu finden, ja vielleicht sogar dem Partner gut gefallen zu wollen, platzt der Ehemann mit seiner persönlichen Wahrheit heraus: „Deine langen Haare waren viel schöner.“

Und diese Wahrheit gilt für ihn absolut. Er kann sich gar nicht vorstellen, dass andere Menschen (wie zum Beispiel seine Frau) auch kurze Haare schön finden könnten.

Unfähig zur „white lie“

Dazu kommt die Unfähigkeit zu dem, was Amerikaner eine „white lie“ nennen, also eine harmlose Lüge, die dazu dient, den anderen nicht zu brüskieren und eine harmloses Smalltalk-Gespräch am Laufen zu halten.

Menschen mit Asperger-Syndrom sind dazu oft nicht fähig. So kann es beim Besuch bei den Schwiegereltern schon einmal dazu kommen, dass die Schwiegermutter fragt, wie denn ihr selbstgebackener Kuchen schmeckt und dann zu hören bekommt: „Schlecht! Oben ist es eindeutig ziemlich angebrannt.“

Wenn die Begeisterung wieder mal zu weit geht

Oder ein anderes Beispiel für soziale Unbeholfenheit: Auf einer Party beginnt ein Bekannter davon zu schwärmen, wie toll doch die Bob Dylan-Songs sind, die er seit seiner Pubertät mit Begeisterung hört.

Der Ehemann mit Asperger ergänzt die Konversation mit einem „Den Literatur-Nobelpreis hat er dafür jedenfalls nicht verdient. Und musikalisch wird Bob Dylan auch überschätzt. Ich finde es viel interessanter, da auch mal die franzöische Chancon-Kultur mitzuberücksichtigen.“ Und dann folgt ein langer Vortrag über seinen Lieblings-Chansonnier Serge Gainsbourg mit Auflistung seiner wichtigsten Auftritte und Liedtexte.

Die anderen Partygäste halten den Mann für komplett arrogant und selbstbezogen. Seine Frau schämt sich für ihn bis auf die Knochen. Später, in der Therapie, erklärt er: „Ich dachte, die anderen hätten sich für das Thema Songwritung total interessiert.“ Nach seinem eigenen Gefühl hätte sich doch richtig gut in die Unterhaltung eingebracht und den anderen mit Serge Gainsbourg auch noch eine tolle Anregung mit auf den Weg gegeben.

Partnerschaft und Asperger-Syndrom
Die Gefahren des Wörtlich-Nehmens

Viele Missverständnisse entstehen durch Wörtlichnehmen. Das ist bereits bei der Frage aus dem Friseur-Beispiel so. Wenn die Frau frägt: „Wie gefällt dir meine neue Frisur?“ meint sie damit eigentlich: „Lob mich mal und sag, wie hübsch ich bin“.

Der Ehemann mit Asperger-Syndrom erkennt diese Appell-Ebene in der Aussage seiner Frau nicht und antwortet so, als wenn sie wirklich seine Ansicht wissen wollte. Und da kann die Antwort dann tatsächlich auch „Schlecht!“ heißen- ohne dass die geringste Absicht vorliegt, die Frau verletzen zu wollen.

Ganz ähnlich sieht es auch mit den beiden anderen Beispielen am Anfang aus: Die Frau, die stolz darauf ist, die Wohnung schön aufgeräumt zu haben, bekommt kein Lob dafür, sondern nur den Hinweis, dass jetzt die Sachen auf dem Esstisch nicht mehr am Platz liegen. Und wenn sie den Wochenendeinkauf schon extra früh erledigt hat, dann bekommt sie ungebeten die Erklärung, dass trotzdem der Besuch beim Bäcker immer noch fehlt.

Die Chancen einer Paartherapie

Das Asperger-Syndrom ist nach neuestem wissenschaftlichem Stand keine Krankheit, sondern eine Extremveranlagung mit stark unterdurchschnittlicher Empathiefähigkeit, meist gepaart mit deutlich überdurchschnittlichen intellektuellen Fähigkeiten (insbesondere Erkennen von Strukturen, Merkfähigkeit, Detailwissen).

Ziel in einer Paartherapie, bei der ein Partner das Asperger-Syndrom hat (das kann hin und wieder auch die Frau sein, auch wenn Männer überdurchschnittlich betroffen sind), ist es nicht, den betroffenen Partner vom Asperger-Syndrom zu „heilen“. Das geht schlichtweg nicht, da es sich um ein Bündel epi-genetisch vererbter Eigenschaften handelt, die sich nicht wegtherapieren lassen (ebenso wenig wie Haut- oder Augenfarbe).

Möglich ist es dagegen, beide Partner für das Thema Asperger-Syndrom zu sensibilisieren. Oft wissen die Betroffenen und ihre PartnerInnen selbst vor Therapiebeginn noch nichts davon. Eine psychologische Testung und Diagnose kann viel dazu beitragen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

Außerdem lässt sich soziale Kompetenz auch trainieren: Wer weiß, dass er das Asperger-Syndrom hat, wird von selber vorsichtiger damit sein, auf Partys ungebeten lange Vorträge zu halten… Und er wird sich auch überlegen, ob er wirklich seiner Frau nach jedem Friseurbesuch sagen muss, dass die längeren Haare so viel schöner waren.

Ein oder mehrere Besuche bei einem Paartherapeuten, der sich mit dem Thema Asperger und dem Gebiet der Sexualtherapie auskennt, sind für ein solches Paar sicher eine lohnende Investition.

******
© M.Petery.

Wenn Sie dazu weitere Fragen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

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Zuletzt aktualisiert am 14.09.2017.

Sex und Liebe-
gehört beides
notwendig zueinander?

„Sex und Liebe sind nicht dasselbe.“

(Virginia Johnson im Bewerbungsgespräch bei Dr. William Masters)

Sex und Liebe

Die Fernsehserie Masters of Sex
aus sexualtherapeutischer Sicht.
Staffel 1.1. Pilot

Masters of Sex. Staffel 1.1: Pilot

Sex und Liebe

1956: Der Gynäkologe Dr. William Masters (Michael Sheen), geehrt für seine Forschungen auf dem Gebiet Geburtshilfe, beginnt seine ersten Forschungen zum Thema Orgasmus an der Washington University in St. Louis/ Missouri. Bei einer Prostituierten im Wandschrank versteckt, misst er die Dauer der Erregungsphasen der Klienten mit einer Stoppuhr.

Privat leiden er und seine Frau Libby (Caitlin FitzGerald) unter Kinderlosigkeit- seine Frau beginnt jeden Beischlaf mit einem Gebet um Schwangerschaft. Obwohl Dr. Masters weiß, dass sein eigener Spermienmangel die Ursache ist, beginnt er, seine Frau im Krankenhaus zu behandeln.

Zur Vorbereitung einer neuen Studie zum Paarsex gewinnt er Virginia Johnson (Lizzy Caplan), früher Nachtclubsängerin, als Sekretärin. Diese erlkärt ihm im Vorstellungsgespräch, dass Sex und Liebe nicht dasselbe sind und dass Frauen Orgasmen vortäuschen, damit der Mann kommt und sie mit dem weitermachen können, was sie eigentlich wollen.

Virginia, die schon zweimal verheiratet war und 2 Kinder hat, freundet sich mit dem Assistenzarzt Dr. Ethan Haas (Nicolas d´Agosto) an, und zeigt ihm, was orale Befriedigung bei Mann und Frau bedeutet. Ethan verliebt sich und kann nicht verstehen, dass Virginia mit ihm zwar aus Spaß Sex gehabt hat, ihn aber dennoch nicht als neuen Lebenspartner wünscht. Bei einer Auseinandersetzung schlägt Ethan Virginia ins Gesicht und beschimpft sie als Hure.

Oberarzt Langham (Teddy Sears)stellt sich als Freiwilliger für die Paarstudie zur Verfügung, die unter Duldung von Universitätspräsident Scully beginnt. Dr. Masters schlägt seiner Assistentin vor, dass sie beide gemeinsam ebenfalls an der Paarsexstudie teilnehmen sollten.

Die sexualtherapeutische Sicht

Weit aufregender als die Messung der verkabelten Testpersonen erscheint in dieser Pilotfolge aus Sicht der Sexualtherapie die Lebensweise von Virginia Johnson, die sich ihre Liebhaber nach eigenem Bedürfnis zum Sex aussucht, ohne einen festen Lebenspartner zu wünschen.

Sex und Liebe sind für sie zwei getrennte Bereiche, die nicht notwendig zusammengehören- eine heftige Provokation im Amerika der prüden 50er Jahre.

Sex und Liebe- auch heute noch ein Thema

Dass es Sex auch ohne Liebe und Bindung gibt, ist offenkundig. Sex funktioniert auch ohne Zuneigung, was für den männlichen Part ganz offensichtlich ist- im Film am Beispiel der Prostituierten aufgezeigt, die reichlich Sex liefert, ansonsten von den Männern ziemlich rüde behandelt wird und selbst emotional völlig unbeteiligt bleibt.

Im Bewerbungsgespräch bei Dr. Masters vermutet Virginia Johnson, dass die Mehrheit der Frauen beim Sex kaum etwas empfinden würde- und schließlich den eigenen Orgasmus vortäuscht, um sich danach endlich wieder anderen Interessen widmen zu können. Sie selbst lebt hier ein völlig anderes Lebenskonzept, wenn sie sich als Frau männliche Sexpartner sucht, um den Spaß am Sex zu genießen- und diese Männer als Freunde ansieht, nicht aber als Partner in einer Liebesbeziehung.

Was als Konzept für die Männerwelt selbstverständlich ist (Sex ohne Liebe), wird zum Skandal, sobald eine Frau dasselbe auslebt. Es ist bezeichnend, dass der enttäuschte Liebhaber Ethan Virginia als Hure beschimpft, als sie seine Liebeserklärung nicht erwidert. Und das, wo sie als Frau doch das genaue Gegenteil einer Hure ist: sie lässt männlichen Sex nicht empfindungslos über sich hingehen, sondern sucht sich Männer aus, mit denen sie Spaß am Sex haben will.

Ethans Schimpfwort von der Hure ist also im Grunde eine Projektion: er selbst fühlt sich von Virginia wie eine Hure behandelt. Virginia wünscht den Sex mit ihm als gutaussehenden Mann- aber sie will ihn nicht wahrnehmen als den liebesbedürftigen Menschen, der er vor allem ist.

Sex und Liebe- das Kränkungspotential
unterschiedlicher Vorstellungen

Aus meiner eigenen paartherapeutischen Erfahrung kann ich bestätigen: Unterschiedliche Vorstellungen über die Zusammengehörigkeit oder Nichtzusammengehörigkeit von Sex und Liebe können zu tiefsten gegenseitigen Kränkungen führen.

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Menschen zunächst von der Vorstellung ausgehen, sehr klar zwischen einer „reinen Sexbeziehung“ und „wirklicher Liebe“ trennen zu können. Was solchermaßen als „reine Sexbeziehung“ beginnt, kann aber schon bald für einen der Partner zur Liebesbeziehung werden- und wenn das einseitig ist, kommt es schon bald zu Problemen. Etwa dadurch, dass der liebende Part glaubt, besondere Rechte auf den anderen zu haben, z.B. die sexuelle Exklusivität oder den Vorrang gegenüber anderen Interessen des Partners. im schlimmsten Fall hilft sogar die offen ausgesprochene Trennung nicht- und der bzw. die Liebende belästigt als Stalker die oder den früheren Partner auf Jahre hin mit immer neuen Liebesbekundungen.

Problematisch ist also der Fall, wenn einer der Partner in einer „reinen Sexbeziehung“ plötzlich Gefühle entwickelt.

Und mindestens ebenso problematisch ist es, wenn ein Liebender (so wie im Film Dr. Ethan Haas) feststellen muss, dass der Partner eigentlich nur den Spaß am Sex haben wollte und mehr nicht. In diesem Fall begreift der Liebende -auch wenn nie etwas anderes vereinbart gewesen ist- den gemeinsamen Sex ohne anschließenden Beginn einer Beziehung als ungeheure Zurückweisung und tiefste persönliche Demütigung.

Sex als Risikofaktor für menschliches Leid

Sex ist eine der intensivsten Erfahrungen, die zwei Menschen gemeinsam erleben können. Menschen kommen sich bei intensivem Sex emotional so nahe wie nirgendwo sonst. Aus diesem Grunde geschieht es gar nicht so selten, dass auch in einer Beziehung, die zunächst als reines Sexabenteuer geplant war, Gefühle der Liebe entstehen. Wer guten Sex mit einem anderen Menschen hat- der will davon schon bald noch deutlich mehr haben und wünscht sich schließlich, diesen Menschen mit niemand anderem teilen zu müssen.

Aus dieser Logik heraus ist sexuelle Freizügigkeit aus therapeutischer Sicht höchst problematisch. Die Vereinbarung einer „offenen Beziehung“ (vgl. dazu auch diese Fallgeschichte), in der beide Partner dem jeweils anderen weitere Sexkontakte zugestehen, ist aus meiner therapeutischen Erfahrung regelmäßig zum Scheitern verurteilt. Entweder deswegen, weil sich einer der Partner tatsächlich beim Sex mit einer oder einer Dritten verliebt- oder weil einer der beiden Partner zumindest glaubt, das könnte so sein und dann aller vereinbarten Offenheit zum Trotz massiv unter seiner Eifersucht leidet.

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