Archiv der Kategorie: Partnersuche

Partnersuche
Wie finde ich den richtigen Partner?

Partnersuche ist nicht immer ganz einfach.

Zum Beispiel, wenn die eigene Schüchternheit im Weg steht oder einem beim besten Willen nicht einfällt, wo man nach der Frau suchen sollte, die wirklich zu einem passt.

Der Weg zum Wunschpartner beginnt bei einem selbst: Nur ein Mensch, der mit seinen eigenen Problemen aufgeräumt hat, wirkt auch auf andere attraktiv. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich bei Problemen wie z.B. großer Schüchternheit professionelle Hilfe zu holen. Auch mehr Sicherheit für das erste Date läßt sich durch etwas Coaching üben. Wenn Sie mehr dazu wissen willen, schreiben Sie mir einfach eine kurze Mail!

Hier finden Sie eine Übersicht zu allen Fragen, zu denen hier im Block bereits ausführliche Einzelartikel erschienen sind.

Wenn Sie selbst eine Frage haben, schreiben Sie mir einfach eine Mail.

Zu schüchtern
für eine Beziehung?

zu schüchtern für eine Beziehung?

Zu schüchtern zum Küssen-
lässt sie mich deswegen fallen?

Zu schüchtern für eine Beziehung?

Ich bin 22 Jahre und hatte noch nie eine Freundin. Mein Problem ist, dass ich generell Schwierigkeiten habe, mich auf andere Leute einzulassen.

Schon in der Schule bin ich von meinen Klassenkameraden gemobbt worden und war ein ziemlicher Einzelgänger- allerdings, ohne es sein zu wollen. Selbst wenn mir dann mal jemand etwas Nettes gesagt hat, wusste ich nie, ob das echt gemeint war oder nur als Verarschung.

Immer hatte ich das Gefühl, dass die anderen über mich tuscheln und blöde Bemerkungen machen. Die paar Versuche, die ich gemacht habe, um mit einem Mädchen ins Gespräch zu kommen, endeten immer mit einer Zurückweisung. Allmählich glaube ich, dass mich niemand mag, und wenn ich überhaupt etwas Nettes höre, dann nur aus Mitleid.

Mittlerweile studiere ich, aber auch an der Uni hat sich erstmal nicht viel geändert. Im Hörsaal bin ich immer allein dagesessen, auch in den Seminaren hat sich kein richtiger Kontakt entwickelt.

Zu schüchtern-
Ein Mädchen als neues Problem

Was aber komisch ist, dass ich vor zwei Monaten an der Uni jetzt doch ein Mädchen kennengelernt habe. Sie ist sogar ausgesprochen hübsch und sehr nett. Wir lernen jeden Nachmittag miteinander, sind auch schon gemeinsam Essen gegangen und waren im Kino.

Neulich hat sie mir zum Abschied sogar einen Kuss auf die Wange gegeben und gemeint, sie fände es nett, wen ich sie das nächste Mal auch mit einem Kuss begrüßen würde. Ich war da ziemlich perplex und bin auch etwas zurückgeschreckt. Auf jeden Fall habe ich es nicht geschafft, sie beim nächsten Mal zu küssen, sondern habe sie nur einfach mit Hallo begrüßt- und sie hat das auch auf sich beruhe lassen.

Dafür waren wir jetzt an einem Nachmittag gemeinsam zu Besuch bei Ihren Eltern, wo sie mich als ihren Freund vorgestellt hat. Die Eltern waren übrigens sehr nett zu mir. Am Tag darauf haben wir uns wieder getroffen zu einem Wanderausflug, und sie hat mir gesagt, dass sie es total schön mit mir findet und dass ich sehr nett bin. Aus mir kam dann nichts mehr heraus außer ein Danke, und dass es mir mit ihr zusammen auch sehr gut gefällt. Und das stimmt zu 100%. Ich mag sie wirklich sehr gern.

Und trotzdem:
Ich weiß jetzt irgendwie gar nicht mehr, wie das weitergehen soll. Ich kann einfach auf Ihre Annäherungsversuche nicht richtig reagieren. Irgendwie habe ich auch schon wieder das Gefühl, dass sie das alles nur aus Mitleid macht, eine Zeit lang, und mich dann fallen lässt.

Patrick F. (Name geändert)

Wie reagiere ich auf einen Kuss?

Hallo Patrick,

In Ihrer Schulzeit waren Sie in Ihrer Klasse ein Außenseiter und haben keine Freundin gefunden. So ging das auch an der Uni weiter, bis jetzt ein hübsches Mädchen auf Sie zugegangen ist, Sie auf die Wange geküsst hat und offensichtlich noch mehr von Ihnen will. Sie wissen nicht, wie Sie reagieren sollen und haben Angst, sie täte das alles nur aus Mitleid und Sie könnten sie schon bald wieder verlieren.

Zu schüchtern-
Katastophisierende Gedanken

Das Problem besteht offenbar vor allem in Ihrem Kopf. Egal, wie es Ihnen früher in Ihrer Schulzeit ergangen ist: Jetzt haben Sie ein Mädchen, mit dem Sie täglich zusammen sind, schöne Ausflüge unternehmen können und das von Ihnen einen Kuss bekommen möchte.

Ihre Schüchternheit ist dabei gar nicht so sehr das Problem: Denn ganz offensichtlich mag Ihre Freundin Sie genau so, wie Sie sind. Und dass Sie eher schüchtern sind, hat sie schon längst mitbekommen. Im Prinzip sind Sie also am Ziel Ihrer Wünsche, ohne dass Ihnen Ihre Schüchternheit dabei geschadet hätte.

Das eigentliche Problem, das Sie jetzt quält, sind Ihre eigenen Gedanken, die Sie daran hindern, Ihr Glück zu genießen und die Beziehung zu Ihrer Freundin weiter zu vertiefen.

Aus psychologischer Sicht sind das katastrophisierende Gedanken: Statt sich vorzustellen, dass Sie jetzt am Beginn einer wunderbaren Freundschaft stehen, dreht sich das Gedankenkarussell und Sie stellen sich vor, dass das Mädchen sich nur aus Mitleid Ihnen zugewandt hat und sie bald schon wieder fallen lässt.

Wenn diese negativen Gedanken jetzt schon länger als 14 Tage anhalten, dann leiden Sie aus therapeutischer Sicht an einer Zwangsstörung, die sich in Zwangsgedanken äußert.

Zu schüchtern-
Anzeichen einer Depression?

Um hier wieder herauszukommen, ist es mit Sicherheit sinnvoll, sich an einen Therapeuten zu wenden. Im therapeutischen Gespräch wäre zusätzlich zu prüfen, ob Sie außer an Zwangsgedanken möglicherweise auch an einer Depression erkrankt sind, die dazu geführt hat, dass Sie Ihren eigenen Selbstwert sehr niedig ansetzen.

Zwangsgedanken treten häufig in Verbindung mit einer Depression auf. Bei einer Depression handelt es sich nicht einfach nur um eine psychische Verstimmung, sondern um eine Störung biochemischer Prozesse im Gehirn, die unbedingt durch einen Spezialisten behandelt werden muss.

Gerade, weil Sie jetzt eine Frau kennengelernt haben, mit der eine wunderbare Zeit der Gemeinsamkeit beginnen könnte, ist es wichtig, dass Sie jetzt Ihre Probleme aktiv angehen und gemeinsam mit einem Therapeuten nach Lösungswegen suchen. Es wäre schade, diese Möglichkeit zu einer netten Beziehung verstreichen zu lassen, ohne hier nicht alles versucht zu haben, um gegen die störenden negativen Gedanken anzukämpfen.

*** *** ***

© M.Petery

Wenn Sie möchten, können Sie sich mit weiteren Fragen gern an mich wenden.

Dr. rer. biol. hum. Michael Petery

PS: Zwangsgedanken und Sexualität

Zwangsgedanken kommen auf sexuellem Gebiet sehr häufig vor. Das können, wie im vorliegenden Fall katastrophisierende Gedanken darüber sein, dass der Partner bzw. die Partnerin einen schon bald verlassen wird- ohne dass es dafür in der Wirklichkeit irgendwelche tatsächlichen Hinweise gibt.

Das kann auch umgekehrt die quälende Angst sein, man selber könnte plötzlich nichts mehr für seine/n Partner/in empfinden- und das, obwohl im Augenblick in der Partnerschaft alles in Ordnung ist.

Bei (heterosexuellen) Männern findet sich außerdem sehr häufig der Zwangsgedanke, „eigentlich“ homosexuell und damit unfähig zur Partnerschaft mit einer Frau zu sein. Vgl. den Beitrag Homosexuelle Zwangsgedanken.

Weitere Infos: Sexuelle Zwangsgedanken- wie wird man sie los?

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  • sexuelle Probleme aller Art
  • Angst (Versagensangst, sexuelle Ängste…), Depression
  • Beziehungsprobleme, Partnerschaftsprobleme
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Noch nie Sex- und das
als Mann mit über 30

Noch nie Sex
Noch nie Sex?

Noch nie Sex- wenn mangelnde
Erfahrung zum Problem wird

Auf jetzt.de kam das Thema wieder einmal zur Sprache: Mitte 30, männlich und noch Jungfrau.
Wie schlimm ist es eigentlich, wenn ein Mann über 30 immer noch keine sexuelle Erfahrung hat? Hat er überhaupt noch Chancen, eine Partnerin zu befriedigen? Wenn er beim ersten Sex sich so ungeschickt verhält wie ein 16-Jähriger?

Die Tendenz zu einem immer späteren Einstieg ins Sexualleben beobachtete schon 2015 eine Studie zur Jugendsexualität, durchgeführt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Bei den unter 17-Jährigen ist der Anteil von Jugendlichen mit Koituserfahrung gegenüber dem vorherigen Beobachtungszeitraum 1998-2005 erheblich zurückgegangen (dort S.8).

Insgesamt sammeln Frauen ihre sexuellen Ersterfahrugen etwas früher als Männer: Während 90% der Frauen bereits mit 19 Jahren Koituserfahrung haben, liegt bei Männern diese 90% Grenze erst bei 21. Die Studie kommt zu dem Schluss:

Die Mehrzahl der 18-bis 25-Jährigen ist regelmäßig sexuell aktiv –aber es gibt durchaus einen beträchtlichen Anteil unter ihnen, für die dies nicht zutrifft (36% „nur zeitweise/gelegentlich“, 7% „nie“). Entscheidend für regelmäßigen Sexualverkehr ist, dass sie aktuell in einer festen Beziehung leben.“ (S.141).

Die sexuelle Ersterfahrung findet also in der Regel innerhalb einer Beziehung statt- Wer keine Beziehung hat, hat auch keine Gelegenheit für sexuelle Erfahrungen.

Noch nie Sex-
und noch nie in einer Beziehung?

Wenn ein Mann mit über 30 noch keine sexuelle Erfahrung hat, liegt das also in der Regel daran, dass er noch nie in einer festen Beziehung gelebt hat. Und diese mangelnde Erfahrung des Zusammenlebens mit einem Partner kann tatsächlich zum Hindernis für eine erste Beziehung werden:

  • Wer mit über 30 noch nie in einer Partnerschaft gelebt hat, brauchte bisher in seinem persönlichen Lebensstil nur wenig Kompromisse einzugehen. Das fängt bei der Gestaltung des Tagesrhythmus, der Wochenenden und der Mahlzeiten an, geht weiter über die Planung des Urlaubs und der Freizeitaktivitäten und geht hin bis zur Frage, für welche Großanschaffungen man bereit ist, Geld auszugebe und für welche nicht.
  • Oft kommt noch dazu, dass sich über 30-jährige Singles schon komplett nach ihrem eigenen Geschmack die eigenen Wohnung eingerichtet haben. Für eine zweite Person ist da schlicht kein Platz vorhanden. Für den Partner oder die Partnerin müsste Platz freigeräumt werden- und das wäre geradezu ein Angriff auf den eigenen Wohlfühlraum.
  • Auch das Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung ist schwierig: Schließlich ist an Hausrat und Möbeln bei über 30-Jährigen Singles meist alles schon doppelt vorhanden. Wer also darf seine Gegenstände und Möbel behalten? Von wieviel liebgewonnenem Eigentum muss sich jeder von beiden trennen?

Noch nie Sex- für Singles über 30
nur eine Schwierigkeit von vielen

Das möglicherweise ungeschickte Verhalten beim ersten Sex ist für Über-30-Jährige ohne Beziehungserfahrung also nur die Spitze des Eisbergs an Problemen, die durch einen ersten Partner/ eine erste Partnerin auf sie zukommen.

Die größte Schwierigkeit ist dann gegeben, wenn man selbst völlig beziehungsunerfahren ist und der neue Partner/die neue Partnerin nicht. Dann kann es sein, dass der oder die Neue ganz selbstverständlich ein Maß an Kompromissbereitschaft und Anpassungsfähigkeit erwarten, das ein Mensch ohne Beziehungserfahrung schlichtweg nicht mitbringen kann.

Da sind die Probleme dann gleich reihenweise vorprogrammiert. Und die mögliche Ungeschicklichkeit beim Sex ist letztlich eher weniger wichtig. Der eigentliche Ärger kann dann bei ganz anderen Punkten entstehen, etwa beim Streit, ob das Fenster im Schlafzimmer nachts offen oder zu bleiben soll und die Heizung laufen darf oder nicht.

Noch nie Sex-
Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Dem neuen Partner oder der Partnerin die eigene Unerfahrenheit verschweigen zu wollen, ist Unsinn. Das merkt der oder die andere entweder sowieso sofort, oder die eigene Verstellung wirkt so unnatürlich und merkwürdig, dass der oder die Partnerin nach dem ersten Mal die Flucht ergreifen.

Sinnvoll ist einzig und allein, von vornherein mit offenen Karten zu spielen. „Ja, auch wenn ich jetzt über 30 bin: Ich habe noch ie in einer festen Beziehung gelebt. Du bist tatsächlich die (bzw. der) erste, mit der/dem ich Sex haben werde.“ Und das kann dann sogar auch für den erfahreneren Partner eine hochspannende und sehr erotische Erfahrung sein, hier ein wenig die Führung zu übernehmen und den anderen in die Welt der Sexualität einzuführen.

Und auch bei der Bewältigung des gemeinsamen Alltags kann es helfen, darum zu wissen, dass jeder Mensch mit über 20 durchaus eine ganze Reihe an Eigenheiten entwickelt hat. Und es kann sogar spannend sein und Spaß machen, bewusst zu planen, wie ein Leben zu zweit funktionieren kann, in dem trotzdem jeder die Freiräume behält, die für ihn unverzichtbar sind.

Sollten die Probleme allerdings zu groß werden, um sie alleine lösen zu können, sind einige Stunden Paarberatung oder Paartherapie mit Sicherheit eine gute Investition.

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© M.Petery.
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Vgl. auch meinen Beitrag
Zusammenziehen oder nicht? Testfall für die Partnerschaft

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